VinoBlog
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Mitunter wird der Alkoholgehalt als Qualitätsmerkmal bemüht, wenn über Wein gesprochen wird. Zwar hängt der Alkoholgrad auch mit Faktoren zusammen, die für die Qualität des Weins maßgeblich sind, doch ihn allein oder auch nur primär zum Beurteilungskriterium zu machen, ist wenig professionell, zumindest aber einseitig und unangemessen. Gleichwohl ist der enthaltene Alkohol ganz zweifellos schon immer ein wesentlicher Grund für den Weinkonsum gewesen, was sich auch in der Sprache niederschlägt.
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Auf Getränkekarten in der nicht allzu gehobenen Gastronomie finden sie sich immer wieder, doch vermehrt begegnen sie mir jetzt auch in Presseartikeln: Aperitif und Digestif, am Ende mit -v geschrieben, also Aperitiv und Digestiv. Auch wenn ich die Beweggründe für diese Schreibweise im Ansatz sogar nach vollziehen kann – sie ist und bleibt falsch; und ich will hier erklären, warum.
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Nein, hier geht es nicht um Biologie, hier geht es um Grammatik. Biologisch ist unsere europäische Edelweinrebe (Vitis vinifera sativa) ein Zwitter, d.h. die Pflanze bildet sowohl männliche als auch weibliche Blüten aus. Doch die Botanik soll uns nicht interessieren; vielmehr will ich untersuchen, welches grammatische Geschlecht (Genus) die Rebe bzw. ihre Ausprägungen, die Rebsorten, in den Sprachen der wichtigsten europäischen Weinbauländer haben. Ein solcher Ansatz mag verrückt genug erscheinen, um seinen Sinn zu hinterfragen (wozu muss man das wissen?), doch das Ergebnis ist durchaus aufschlussreich.
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Die diesjährige ProWein war mal wieder viel zu schnell vorbei. Ich habe diesmal deutlich weniger verkostet als in den Jahren bisher und zeitbedingt auch nicht alle meine üblichen Anlaufstellen besuchen können. Dennoch: Die Messe war erfolgreich – und zwar nicht nur aus Sicht des Veranstalters (laut offizieller Pressemitteilung), sondern auch für mich persönlich und für Wein-Plus.
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Am Samstag, dem 26. November fand die Gala anlässlich des 25. Deutschen Rotweinpreises statt, auf der auch ich zu Gast war. Das Magazin Vinum veranstaltet diesen Wettbewerb seit 1987 und zeichnet dabei die besten deutschen Rotweine in verschiedenen Kategorien aus. Im Jahr 2011 hatten mehr als 400 Erzeuger rund 1.700 Weine zur Verkostung eingereicht, von denen 427 ins Finale kamen. 17 Weine wurden nun während der Gala prämiert, deren Rahmen diesmal die Alte Kelter in Fellbach war – ein großflächiges Fachwerk-Gebäude mit imposanter hölzerner Dachkonstruktion.


